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Color Grading Marc lernt Color Grading

Der Color Grading Workflow (MLCG #2)

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Hier ist mein zweites Video zum Thema Color Grading. In diesem Video geht es um den Color Grading Workflow. Also um die Frage, wann man was macht.

Der Color Grading Workflow

Grob gesagt kann man den Color Grading Workflow in 2 Abschnitte einteilen:

1.) Farbkorrektur

2.) Color Grading

Bei der Farbkorrektur geht es darum, technische Fehler im Bild zum korrigieren. Man schaut sich an, ob die Belichtung stimmt, stellt Kontrast ein und entfernt unerwünschte Farbstiche. Das Ziel ist, ein möglichst neutrales Bild zu erhalten. Änderungen werden zu diesem Zeitpunkt des Workflows meistens auf das gesamte Bild angewendet. Allerdings ist es auch möglich bestimmte Bereiche des Bildes zu verändern, zum Beispiel ein überbelichtetes Fenster oder zu gesättigte Bereiche eines Bildes. Ganz wichtig ist aber, dass man bei der Farbkorrektur keinen Look erzeugt, sondern ein möglichst ausgewogenes Bild erzielen will.

Ein weiterer sehr wichtiger Schritt während der Farbkorrektur ist das Shot-to-Shot Matching, also das Anpassen einzelner Szenen zueinander. Hier will man sichergehen, dass zum Beispiel ein rotes T-Shirt in Szene A genauso rot ist, wie in Szene B. Das macht man, damit man im Color Grading den Look auf alle Szenen anwenden kann, ohne dass diese dann unterschiedlich aussehen.

Das eigentliche Color Grading zielt dann darauf ab, einen bestimmten Bildeindruck zu entwickeln. Dafür werden dann gezielt bestimmte Farben oder Farbbereiche verändert und angepasst. Während die Farbkorrektur ein eher technischer Prozess ist, bei dem es auf möglichst hohe Genauigkeit ankommt, ist das Color Grading sehr kreativ. Hier kann man sich richtig austoben und eine realitätstreue ist hier nicht mehr unbedingt gefragt. In diesem Schritt ist auch die Anwendung von Look-up-Tabellen (LUTs) möglich, weil man während der Farbkorrektur ja dafür gesorgt hat, dass alle Shots zueinander passen und keine technischen Probleme vorhanden sind.